• Heidi Hell

Gleich und doch nicht gleich – ein Kalorienvergleich

Zwischendurch plagt dich der Hunger? Du wartest noch ein bisschen zu, doch irgendwann kommt der Punkt, wo der Blutzuckerspiegel so weit abgefallen ist, dass du meinst, du dürftest nun alles und Unmengen davon essen. Unser Gehirn braucht praktisch ständig Nahrung, fällt der Blutzuckerspiegel stark ab, schickt “es uns” auf Nahrungssuche. Wir umkreisen den Kühlschrank, machen auf, wieder zu, vertrösten uns mit einem Glas Wasser, doch irgendwann siegt das Gehirn. Je größer der Hunger (der für uns eine Stress-Situation darstellt) umso eher greifen wir dann zu Nahrung von geringer Qualität, zuckerreichen oder fettreichen Snacks. Wir meinen, wir dürften uns das nach dem Hunger-Leiden nun leisten. In dieser Situation – wo der Blutzuckerspiegel so weit abgesunken ist, dass wir förmlich nach einem Energieschub gieren – treffen wir keine Entscheidungen mit dem Verstand. Unser Gehirn trifft die Entscheidung ohne uns, um möglichst rasch zu Energie zu kommen. Was ja auch wichtig ist. Würden wir jedoch beispielsweise bei den Hauptmahlzeiten ausreichend essen, sodass zwischendurch kein Hunger entstehen kann oder lernen, mit Stress-Situationen zurechtzukommen statt uns mit Essen darüber hinwegzuhelfen, die richtige – sättigende Zusammensetzung bei den Mahlzeiten finden, …dann könnten wir Heißhungerattacken vermeiden.

Vielleicht helfen aber auch meine Kalorienvergleiche! Wenn man sich diese Bilder zu Gemüte führt, sieht man, dass ein kleiner Schokoriegel mit seinen 2 Bissen doch nicht “eh fast nichts” ist, und wir verstehen, dass man von Gemüse tatsächlich nur schwer dick werden kann. Und weil gerade Eiszeit ist, bekommen auch meine Eissorten einen Ehrenplatz am schwarzen Brett!

So sehen ca. 65 kcal aus: 15 g Milky Way, 300 g Tomaten, 100 g Pfirsichsorbet

So sehen ca. 95 kcal aus: 17 g Schokolade, 200 g Apfel, 40 g Erdnusseis

Weitere Beispiele werden folgen! Wie ich schon einmal an anderer Stelle erwähnt habe: Kalorien sind nicht alles! Sie eignen sich aber sehr gut zum Vergleichen. Genauso gut könnte ich den Vitamin- und Mineralstoffgehalt oder den Ballaststoffgehalt heranziehen, die Natürlichkeit, den Gehalt an Aromastoffen oder Farbstoffen – immer würde Obst und Gemüse am besten abschneiden (und das selbstgemachte Eis am Zweitbesten, wenn auch deutlich abgeschlagen)! Süßigkeiten oder Eis eignen sich als Nachspeise nach der Mittags- oder Abendmahlzeit, bei wiederkehrendem Heißhunger empfehle ich meinen Kunden in der Ernährungsberatung verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der Ernährungsgewohnheiten, der Lebensmittel und Essenszeiten. Diese sind immer auf die jeweilige Person maßgeschneidert, denn gesunde Ernährung ist etwas sehr Individuelles!

Mehr zu diesem Thema im Buch “Das egoistische Gehirn” von Achim Peters , Verlag Ullstein, ISBN-13 9783550088544

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