• Heidi Hell

Wie geht Abnehmen? #3 – Mehr vom Richtigen trinken

Wir trinken also Zuwenig? – Nicht unbedingt!

Aber das Wasser trinken ist mir zu fad! Das verstehe ich. “Wasser schmeckt ja nach nichts!” Obwohl, sogar ich könnte einen seitenlangen Artikel über den Geschmack von Wasser schreiben. Nur soviel: Genau das ist ein Sinn vom Wasser: relativ wenig Geschmack, damit wir alles andere umso besser schmecken können. Zum Mittagessen eine Limo? Da kann ein frisch gekochtes Essen niemals mithalten. Die Aromastoffe, Zucker, Zitronensäure der Limo überdecken die Aromen des guten Essens mit Leichtigkeit. Dann schmeckt eine Scheibe Gurke einfach nur mehr fad! Dann schon lieber Wasser mit Geschmack! Gerne! Ich verstehe unter “Wasser mit Geschmack” kaltes oder heißes Leitungswasser mit Kräutern, also auch ungesüßter Tee, oder Obst-/Gemüse-“Einlage”. Apfelspalten, Orangenscheiben, Erdbeerstücke aromatisieren und färben das Wasser auf natürliche Weise. Das, was viele unter “Wasser mit Geschmack” verstehen, wird mit Zucker, Aromastoffen, Farbstoffen, Konservierungsmitteln wie Zitronensäure,…hergestellt, der Anteil an “natürlichen” Zutaten (wie Saft) ist gering (in Sirup ca. 10 %, in Wellness-Mineralwässern bei 5%).

Ein kleines Experiment: Wenn mir auf Elternabenden jemand beschreibt, mit wie viel Sirup er ein trinkfertiges Getränk zubereitet, wird oft die Farbe als Merkmal genannt: “grad so, dass’ a bissl eine Farbe hat.” Weil diese Limo so wenig Farbe hat, kann sie ja auch gar nicht recht süß sein. Trinkt man nun aber Wasser und dann die Limonade, sind viele regelrecht erschrocken, dass es doch so süß schmeckt. Danke, Wasser! 🙂 Auch Erdbeerscheiben “zaubern” eine leicht rosa Farbe ins Wasser. Vielleicht reicht ja der optische Eindruck, dass wir selbst oder unsere Kinder Wasser lieber trinken.

Vielleicht sollten aber tiefliegendere  “Glaubenssätze” übers Trinkwasser ein wenig aufgerüttelt werden. Auch das habe ich in der Ernährungsberatung mitbekommen: Wasser trinken wird im Unterbewusstsein manchmal als “unter unserem Wert”, “weil wir uns nichts Besseres leisten” und “unseren Kindern nicht bieten können” erachtet. Dazu wird wohl wieder die Werbung ihren Beitrag geleistet haben!

Probieren sie auch unterschiedliche Temperaturen aus. Im Ayurveda wird Wasser gekocht, dadurch wird es leichter verdaulich (ja, auch Wasser wird verdaut, es verteilt sich nicht ganz von alleine in alle Zellen unseres Körpers) und heiß getrunken.

Die empfehlenswerte Trinkmenge ist übrigens – individuell unterschiedlich. Soviel ist klar. Viele meinen sie trinken zu wenig, sie kämen nie auf 2-3 Liter am Tag. Dabei sollte man wissen, dass der Flüssigkeitsbedarf bei Erwachsenen durchschnittlich 2,6 Liter pro Tag beträgt. Der Flüssigkeitsbedarf wird durch Trinken, Essen und Verdauung gedeckt. Isst man Obst und Gemüse gemäß der Ernährungsempfehlungen (5 Hände voll am Tag) und wasserreiche Speisen (gekochtes Müsli ist wasserreicher als Brot, Suppe oder ein Eintopf wasserreicher als ein Schnitzel), dann bleiben als Trinkmenge ungefähr 1,6 Liter übrig. Das sind 6 Gläser (á 1/4 Liter), die ersten 1-2 optimalerweise als Start in den Tag, bleiben noch 4 für die restlichen 14 Stunden. Das ist zu schaffen!

Wasser trinken unterstützt außerdem das Abnehmen, weil aus dem Fettabbau freiwerdende Stoffe gelöst und ausgeschieden werden können. Heißes Wasser soll diese “Entgiftung” noch besser schaffen. Es dürfen also gerne auch mehr als 6 Gläser am Tag sein!

Hier können sie nachlesen, welche Tipps das Forum Ernährung Heute noch für’s “Richtig Trinken im Sommer” für sie bereithält.

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