• Heidi Hell

Was gibt’s hier zu lesen?

Mein Blog – 11 Tage jung – füllt sich langsam mit Artikeln. Und es wird Zeit, das Konzept vorzustellen. “Ich blogge jetzt”, verkündete ich meiner Familie vor einigen Tagen. “Ah, ein Food-Blog?”, fragte mein Sohn. Hmm. Ist es ein Food-Blog? Auch – aber noch viel mehr! Meine Arbeit als Ernährungsberaterin, Trainerin und Kochkursleiterin wird hier ihr Sprachrohr finden. Zum Nachlesen für alle, die sich für gesundes Essen interessieren und unabhängige Informationen und Erklärungen suchen und sich mit meinen Rezepten zum Nachkochen und Experimentieren in der Küche hinreißen lassen möchten.

Gibt es davon nicht schon genug? Es wiederholt sich doch schon alles zum Thema Gesunde Ernährung! Tatsächlich erfahren wir über verschiedene Medien täglich sehr viel rund um das Thema Ernährung. Viele der Botschaften verunsichern uns oder informieren uns einseitig. Da werden einzelne Lebensmittel wegen ihrer vermeintlichen Gesundheitsschädlichkeit verrissen, andere zu Superfoods hochgepriesen, was kurze Zeit später wieder revidiert werden muss. Neue Diäten werden von Prominenten werbewirksam verbreitet, während die Zahlen der Übergewichtigen und Diabeteskranken heruntergebetet und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Verhinderung von Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten empfohlen wird. Sie merken: dies alles hat eher mit “ungesunder Ernährung” zu tun. Die Verunsicherung bedeutet Stress und manche resignieren: “Ist eh vollkommen egal, was ich esse. Die sind sich ja auch nicht einig. Einmal so, einmal so.”

Es gibt aber auch viele ErnährungsberaterInnen wie mich, die dem ein Gegengewicht bieten. Bei uns finden sie neutrale Informationen über Gesunde Ernährung, nach denen man aber suchen muss, während uns die reißerischen Schlagzeilen mühelos erreichen. Das ist mein Verständnis von Ernährungsinformation: sie ist unaufdringlich und informativ, allgemein gehalten, wenn sie sich an mehrere Personen (so wie in meinem Blog) richtet. Sie spiegelt mein Wissen, meine berufliche Erfahrung und meine praktischen Fähigkeiten wieder. Ich orientiere mich an den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (z.B. Ernährungspyramide) und der Umweltberatung  (Lebensmittelqualität “regional, saisonal, biologisch und fair”). Es fließt das Wissen von traditionellen Ernährungslehren ein (Ayurveda, Traditionelle Europäische Medicin) und die Denkansätze von Einzelautoren aus interessanten Büchern. Alle diese Quellen kann ich empfehlen, bleibe aber ihnen gegenüber kritisch und versuche ihre Empfehlungen für mich richtig umzusetzen. Dazu kann ich nur jedem raten!

Persönliche Ernährungsberatung geht noch einen Schritt weiter und berücksichtigt, dass “gesunde Ernährung” für jeden von uns ein wenig anders aussieht, weil wir verschiedene Lebensrhythmen, Alltagsgewohnheiten, Verträglichkeiten, Vorlieben, … haben.

Während meines Studiums (Ernährungswissenschaften an der Universität Wien) war ich mir übrigens sicher: “Ich werde weder Ernährungsberaterin noch werde ich jemals Kochkurse abhalten!” Heute weiß ich, dass der beste Sinn meiner Ausbildung darin besteht, Menschen zu unterstützen, ihre eigene “richtige” Ernährungsweise zu finden und gesunde Ernährung schmackhaft zu machen. Und vor einigen Jahren schlug meine Werbedesignerin vor “Du könntest ja auch einen Blog schreiben!” Nein, das gefällt mir nicht, dachte ich mir damals.

“Sag niemals nie!” heißt es so schön. Und als Ernährungsberaterin weiß ich auch, dass Dinge, die man kategorisch ablehnt, auch überraschend zu “besten Freunden” werden können. Dass es irgendwann meinen Foodcoach – Blog geben würde, war also irgendwie vorauszusehen! 😉

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