• Heidi Hell

Getreide #6: Alles eins – Weizen, Dinkel und Grünkern.

Weizen – das bevorzugte Getreide der alten persischen Zeit – wird heute weltweit angebaut. Jeden Monat ist irgendwo auf der Welt Weizenernte, in Süd- und Mitteleuropa sind es die Monate Juni und Juli. Gedeihen Gerste und Roggen auch noch in kühl-feuchten Gebirgslagen so stellt der Weizen hohe Ansprüche an Licht und Wärme. Er ist ein “Sonnenkind”. Damit wissen wir auch schon, welchem Wochentag der Weizen zugeordnet ist. Der lichtvolle Weizen hat von allen Getreidesorten den größten Bezug zur Sonne und damit zum Sonntag.

Weizen wird in 3 Arten unterteilt: Einkorn, Emmer und Dinkel, aus denen die heute bekannten Unterarten gezüchtet wurden. Vom Emmer stammt der Hartweizen (Triticum aurum) ab, unser Saatweizen (Triticum aestivum) gehört zur Dinkelreihe. Die Weizenzüchtung zielt auf hohe Erträge durch Düngung und Verbesserung der Backfähigkeit, also hohen Klebergehalt ab.

Einkorn


Dinkel


Weizen


Grünkern


Uwe Renzenbrink beschreibt, warum es bei Weizen besonders wichtig ist, das ganze Korn zu verwenden: der Mehlkörper ist nicht so stark durchmineralisiert wie bei anderen Getreidesorten. Die mineralischen Prozesse sind stärker auf die Randschichten beschränkt. Sehr interessant!

Dinkel braucht kalkhaltige Böden, er ist ungleichmäßig im Ertrag und reagiert empfindlich auf künstliche Düngung. Erntet man ihn schon im Stadium der Milchreife und darrt ihn so wird aus Dinkel Grünkern. Angeblich aus einer Notsituation entstanden wird dieses Verfahren heute noch angewendet. Wäre auch schade um den guten Geschmack, der bei diesem “Veredelungsschritt” entsteht.

Die Wirkungen des Weizens im Menschen beschreibt Renzenbrink als ausgleichend und harmonisierend zwischen den Organsystemen. Die hohe Lichtqualität des Weizens regt den Nervenaufbau an. Er unterstützt und entlastet die Prozesse im Nerven-Sinnessystem und im Stoffwechsel. Weizen verleiht körperliche Kraft und ist auch für den Geistesarbeiter die richtige Kost. Sogar bei der äußerlichen Anwendung erfahren wir die harmonisierenden Kräfte: bei Ekzemen wirken Kleiebäder heilsam, Kleieumschläge werden bei Entzündungen oder rheumatischen Schmerzen angewendet.

Hier geht es zu meinem Rezept für die Grünkernlaibchen und hier zum Rezept für eine sämige Grünkernsuppe! Mahlzeit!

Der Inhalt dieses Artikels wurde auch diesmal großteils dem Buch “Die Sieben Getreide” von Udo Renzenbrink entnommen.

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